20 Jahre altlastenforum Baden-Württemberg e.V.

Rund 100 Gäste feierten am 04. Mai 2017 das 20jährige Bestehen des altlastenforum Baden-Württemberg e.V. im Heidelberger Rathaus. Der Alte Ratssaal bot ein festliches Ambiente für die Nachmittagsveranstaltung, die mit den Grußworten von Sabine Lachenicht, Leiterin des Umweltamts der Stadt Heidelberg, Prof. Harald Burmeier, 1.Vorsitzender des ITVA, und Prof. Berndt-Michael Wilke, Präsident des Bundesverbands Boden e.V., eröffnet wurde. Durch das Programm führte der 1. Vorsitzende des af Dr. Karl Noé. Als ministerialer Vertreter, Wegbereiter und Ansprechpartner des af seit dessen Gründungsphase im Jahr 1996 berichtete Ministerialdirigent Peter Fuhrmann im ersten Festvortrag über die aktuellen Entwicklungen in der Altlastenbearbeitung sowie im Boden- und Grundwasserschutz. Mit der immer größer werdenden Bedeutung des Flächenrecyclings, der nach wie vor ungewissen Zukunft der Mantelverordnung und der aktuellen PFC-Problematik in Mittelbaden stehen die Fachkreise auch zur heutigen Zeit vor Herausforderungen, denen mit einer aktiven Verbandsarbeit begegnet werden kann. Angesichts des anstehenden Generationenwechsels knüpfte der Vertreter des Umweltministeriums an die Grußwortredner an und ermutigte das altlastenforum ebenfalls, die jüngeren Kollegen zur Netzwerkbildung zu motivieren und nachhaltig zu integrieren.

Saal vh 3Bees

Einen interessanten Rückblick auf die Anfänge des af gab Dieter Wörner, der als erster Vorsitzender von der Gründung am 10. April 1997 bis 2003 beim Aufbau des jungen Vereins wirkte. Er würdigte das Engagement der "Gründerväter" und erinnerte an den unermüdlichen Einsatz von Dr. Baldur Barczewski während dieser Zeit. Der aktuelle erste Vorsitzende Hermann Kirchholtes gab anschließend einen Überblick über die Themen der ersten 20 Vereinsjahre, deren Bedeutung insbesondere durch die Gründung von entsprechenden Arbeitskreisen im af zum Ausdruck kam. "Die Hauptarbeit findet in den Arbeitskreisen statt", merkte Hermann Kirchholtes an und stellte die inhaltlichen Schwerpunkte der ehemaligen und aktiven AKs vor. Weiterhin wurde und wird das Angebot des af durch erfolgreiche Veranstaltungskooperationen mit fachverwandten Verbänden wie dem ITVA und BVB sowie mit der GAB bereichert. Auch bei den Auslobungen des Flächenrecyclingpreises kann sich das af über den immer größer gewordenen Kreis der Auslobungspartner freuen. Das af engagiert sich nicht zuletzt auch kontinuierlich im Fortbildungsverbund Boden und Altlasten und fördert mit seiner Firmenkontaktmesse "Berufsbild Umweltschutz" die Nachwuchskräfte im Bereich Altlasten, Boden- und Grundwasserschutz. 

Nach der Kaffeepause referierte Prof. Dr.-Ing. Dieter Genske von der Hochschule Nordhausen über "Closing Loops: Deponiesanierung im 21. Jahrhundert" und stellte dabei verschiedene alternative Konzepte vor, wie Deponien zukünftig eine Inwertsetzung erfahren könnten, um nicht als "Einbahnstraße mit offenem Ende" die zukünftigen Generationen aufgrund von Schadstoffemissionen und aufwändigen Unterhaltungsmaßnahmen zu belasten.

Auf große Begeisterung bei den Teilnehmer/innen der Jubiläumsveranstaltung stieß das Saxophonquartett "Three Bees & a Bop" aus Mannheim, das mit seinen mitreißenden Jazzimprovisationen für die musikalische Umrahmung des Nachmittagsprogramms sorgte. Bei der anschließenden Abendveranstaltung in der Kulturbrauerei Heidelberg gab es dann Gelegenheit, das Vereinsjubiläum in geselliger Runde bei einem reichhaltigen Abendessen weiter zu feiern.

Das af bedankt sich bei allen, die zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltung beigetragen haben, insbesondere bei der Stadt Heidelberg, den Festrednern, den Musikern von "Three Bees & a Bop" und natürlich bei allen Teilnehmern/innen!

 

 

 

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